Pressemitteilung 8. Januar 2026 Ein Bunker als Regenwasserzisterne
Neue Projektbewertung liegt vor
Es war eine Projektidee im Rahmen der klimaresilienten Stadtentwicklung – nun muss die hanseWasser Bremen GmbH (hanseWasser) mitteilen, dass das vorgesehene Konzept zur Nutzung eines ehemaligen Hochbunkers als Regenwasserzisterne im Bremer Bürgerpark nicht weiterverfolgt werden kann. Nach intensiver Prüfung und Abstimmung mit den beteiligten Partnern wurde entschieden von dem Vorhaben abzusehen, da aufgrund mehrerer Randbedingungen keine entsprechenden Bundesfördermittel zu erwarten sind.
Der Bunker sollte als oberirdischer Regenwasserspeicher genutzt werden und damit, im Sinne der Schwammstadt, einen Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung in Bremen leisten. Die Schwammstadt ist ein Konzept, welches eine wassersensible Stadtentwicklung fördert, indem natürliche Wasserressourcen gespeichert und genutzt werden können. Durch technische Maßnahmen und eine grüne Infrastruktur kann Wasser im Kreislauf gehalten und die Lebensqualität und die Klimaanpassung in Städten gefördert werden. Die grundsätzliche Idee zur Umnutzung des Bunkers war es, Niederschlagswasser in regenreichen Phasen zu sammeln und in Trockenzeiten für die Bewässerung des Bürgerparks bereitzustellen.
Trotz der innovativen Ansätze und der Idee einer Nachnutzung vorhandener, aber nicht mehr genutzter Infrastruktur, haben sich im Rahmen der detaillierten Auseinandersetzung zur Fördermittelbeantragung und der weiteren Planungen Gründe ergeben, die eine finanzielle Förderung ausschließen. Im Rahmen der Antragsausarbeitung waren insbesondere die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit sowie die Übertragbarkeit auf weitere Standorte zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Die langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts lässt sich nicht sicherstellen, da keine regelmäßigen Erträge zu erwarten sind, die einen dauerhaften Betrieb nachhaltig finanzieren könnten. Zudem ist eine Übertragbarkeit auf andere Standorte kaum realistisch, da die Zahl geeigneter Bunker sehr begrenzt ist. Damit entfallen die Voraussetzungen für eine Förderung. Die Entscheidung von dem Vorhaben abzusehen, folgt dem Anspruch von hanseWasser, verantwortungsvoll mit ökologischen und wirtschaftlichen Ressourcen umzugehen.
Fokus auf ganzheitliche Maßnahmen für die Schwammstadt
Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die hanseWasser sich weiter für eine wassersensible Stadtentwicklung engagiert. hanseWasser wirkt in diesem Zusammenhang aktiv am Handlungskonzept „Schwammstadt Bremen“ der Freien Hansestadt Bremen mit. In diesem Rahmen vernetzen sich zahlreiche Institutionen und Akteure der Stadt, um das Thema zu strukturieren und voranzutreiben. Denn für eine wirksame wassersensible Stadtentwicklung im Sinne der Schwammstadt sind vielfältige Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet erforderlich, um Regenwasser besser speichern, versickern oder nutzen zu können.
In einer internen Projektgruppe wird hierfür zusätzlich an konkreten Lösungen gearbeitet, etwa an der Integration von Schwammstadtelementen wie Gründächern, Fassadenbegrünung, Entsiegelung und Versickerung im Rahmen geplanter Sanierungen z. B. an eigenen Pumpwerksstandorten. Des Weiteren werden Schwammstadtelemente bei Kanalsanierungen verfolgt und Gelegenheitsfenster zur Straßenumgestaltung im Rahmen von Baumaßnahmen, die ein großes Potenzial bieten, identifiziert und weitergegeben.
Diese Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum werden von hanseWasser vorrangig verfolgt, da Umsetzungen eine hohe Übertragbarkeit innerhalb des gesamten Stadtgebiets versprechen. Umsetzungen von Pilotprojekten in diesem Bereich können technische, organisatorische und wirtschaftliche Fragestellungen lösen und die Integration von Schwammstadtelementen langfristig unterstützen. hanseWasser wird damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung leisten - für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft in Bremen.
Ansprechpartner*in

Rebecca Stöcker Pressesprecherin