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Neues Klärschlammsilo KAS

Das neue Klärschlammsilo

Modernisierung und Innovation auf der Kläranlage Seehausen 
10. Juli 2026 in News

    Effizient, smart und zu­kunfts­ori­en­tiert:
    Das ist das neue Klär­schlamm­si­lo in Seehausen!

    Seit Ende letzten Jahres ist es bereits voll­au­to­ma­ti­siert in Betrieb und zählt zu den größten seiner Art.

    Mit knapp 13 m Höhe, 11 m Durchmesser und 700 m³ Fas­sungs­ver­mö­gen kann das Silo bis zu 750 Tonnen ent­wäs­ser­ten Klärschlamm lagern. Kein Klein­ge­wicht, weshalb zwölf Betonpfähle, die bis zu 18 m tief ins Erdreich getrieben werden mussten, und eine 50 cm starke Fun­da­ment­plat­te für die nötige Stabilität sorgen.

    Eine weitere Be­son­der­heit ist der Schlamm­trans­port zum Silo. Wie in einer Rohr­post­an­la­ge schießt jede Zentrifuge den Schlamm quasi in „Schlamm­pa­ke­ten“ zum Silo. Mit dieser Methode bleiben die Leitungen dazwischen leer und sind dadurch im Winter frostsicher.

    Diese pneu­ma­ti­sche Dicht­strom­för­de­rung eignet sich besonders für lange Schlamm­trans­port­lei­tun­gen und setzt sich daher als moderne, effiziente Lösung immer weiter durch.

    Die Verladung des Klär­schlamms übernehmen zwei Schnecken: Eine mittige unter dem Silo fördert den Schlamm aus dem Inneren heraus und versorgt eine zweite Ver­la­de­schne­cke, die ihn exakt in der Fahr­zeug­mit­te oberhalb der Waage abwirft. Ein Schubboden auf dem inneren Siloboden sorgt dafür, dass der Schlamm im Silo auch zur mittigen Schnecke geschoben wird.

    Dieser Schubboden benötigt erhebliche Kraft, weshalb er über eine Ölhydraulik betrieben wird. Das Silo steht dabei zusätzlich auf einem begehbaren Stel­zen­bo­den, der die gesamte Technik ein­schließ­lich der mittigen Aus­trags­schne­cke, beherbergt.

    Auch der Ver­la­de­vor­gang verläuft jetzt effizienter denn je: Die LKW fahren dabei lediglich auf die Waage und bekommen per Knopfdruck automatisch die exakt zulässige Menge bis zur maximalen Achslast verladen. Was genau in ihrer Mulde passiert, können sie per Kamera und Monitor aus dem Führerhaus verfolgen und immer passgenau rangieren.

    Im Vergleich zur bisherigen Schlamm­ver­la­dung ist die neue Anlage sauberer und effizienter, da keine Radlader mehr mühsam durch Hallen fahren und ständig gereinigt werden müssen. Stattdessen sind die LKWs in rund 30 Minuten komplett beladen und fahren sauber vom Hof.

    Der Bau des neuen Silos war mit einem ziemlich aufwendigen pla­ne­ri­schen Vorlauf verbunden. Die statischen An­for­de­run­gen stellten eine echte Her­aus­for­de­rung dar und erforderten eine um­fang­rei­che amtliche Prüfung, die viel Zeit und intensive Betreuung be­an­spruch­te.

    Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Das Ergebnis ist ein modernes, hy­gie­ni­sches und effizientes Silo, das die In­fra­struk­tur der gesamten Kläranlage nachhaltig stärkt.

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