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Kläranlage Seehausen 2024 aus der Vogelperspektive

60 Jahre Kläranlage Seehausen

Abwasserreinigung im Wandel der Zeit 
4. Juni 2026 in News

    Seit ihrer offiziellen Inbetrieb­nahme im September 1966 ist die Kläranlage Seehausen ein zentraler Baustein der Ab­was­ser­rei­ni­gung in Bremen und der Region und trägt maßgeblich zum Schutz der Weser und der Umwelt bei.

    Über sechs Jahr­zeh­nte wurde in Seehausen gearbeitet, geplant, gebaut, erneuert, mo­der­ni­siert, umgestellt und erweitert – von Menschen, die bis heute jeden Tag dafür sorgen, dass in Bremen alles „läuft“. Dabei wurde die Klär­anlage Seehausen in den vergangenen sechs Jahr­zehn­ten kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut und mo­der­ni­siert. Mit wachsendem Um­welt­be­wusst­sein und stei­gen­den An­for­der­ungen an die Ge­wässer­quali­tät entwickelte sich die Anlage von einer rein me­cha­ni­schen Klärstufe zu einem hoch­modernen System mit bio­lo­gischer Nähr­stoff­eli­mi­nation.

    Bau der Faulbehälter der Kläranlage Seehausen.
    Bau der Faul­be­häl­ter der Kläranlage Seehausen.

    Wichtige Ent­wick­lungs­schrit­te waren unter anderem der Ausbau der Schlamm­be­hand­lung und zu­sätz­li­cher Faul­be­häl­ter ab den 1970er Jahren, die Einführung bio­lo­gi­scher Rei­ni­gungs­stuf­en ab den 1980er Jahren, der Einsatz moderner Pro­zess­leit­tech­nik ab 1988 sowie die fort­schrei­ten­de Auto­ma­ti­sier­ung und Digi­ta­li­sier­ung des Betriebs.

    Meilensteine im Überblick

    1. Bau der Kläranlage Seehausen

    2. In­be­trieb­nah­me der Kläranlage mit einer rein me­cha­ni­schen Klärstufe, ausgelegt für die Reinigung von 400.000 Ein­woh­ner­wer­ten. Damals bereits En­er­gie­aut­ark.

    3. Baubeginn der Faultürme 3 und 4

    4. Bau des 5. Faul­be­häl­ters.

    5. Bau der bio­lo­gi­schen Rei­ni­gungs­stu­fe zur Nähr­stof­fe­li­mi­na­ti­on

    6. Erster Einsatz moderner Pro­zess­leit­tech­nik

    7. Erweiterung der bio­lo­gi­schen Rei­ni­gungs­stu­fe und In­be­trieb­nah­me vier kleiner Wind­kraft­an­la­gen. Anschluss an externes Stromnetz

    8. Aufnahme des au­to­ma­ti­sier­ten Pro­zess­leit­cen­ters

    9. Erweiterung des Ver­wal­tungs­ge­bäu­des

    10. Bau einer neuen 2 MW Wind­kraft­an­la­ge

    11. Umfängliche Sanierung der Vorklärung

    12. Die Neu­auf­stel­lung der Ei­gen­strom­erzeu­gung durch ein modernes Block­heiz­kraft­werk (BHKW) sorgte dafür, dass die Kläranlage bilanziell wieder en­er­gie­aut­ark aus­ge­rich­tet werden konnte

    13. Sanierung der Ge­blä­se­sta­ti­on der bio­lo­gi­schen Rei­ni­gungs­stu­fe

    14. Fort­lau­fen­de Mo­der­ni­sie­rung der Kläranlage

      Kläranlage Seehausen 2024 aus der Vogelperspektive

    Auf der Kläranlage in Seehausen ging es früher in erster Linie darum, Abwasser geordnet abzuleiten. In den 1980er Jahren änderte sich dies. Mit steigendem Umwelt­be­wusst­sein spielte der Gewässer- und Um­welt­schutz eine immer größere Rolle, die Schlamm­fau­lung wurde erweitert und eine biologische Reini­gung gebaut. Ende der 90er Jahre drehten sich in Seehausen bereits vier kleine Windräder auf der Kläranlage. 2010 machten diese Platz für eine neue, deutlich größere und leis­tungs­fä­hi­ge­re Wind­kraft­anlage. Im Jahr 2014 wurde zudem die Energie­strom­ver­sorg­ung der Anlage neu aufgestellt. Damit kann die Kläranlage Seehausen bilanziell energie­autark betrieben werden.

    Kläranlage Seehausen aus der Vogelperspektive in den 1990ern.
    Kläranlage Seehausen aus der Vo­gel­per­spek­ti­ve in den 1990ern.

    Die Kläranlage Seehausen ist heute eine der zentralen Infra­struk­tur­ein­rich­tung­en Bremens. Sie ist für eine Spitzenlast von 1 Millionen Ein­wohn­er­werten ausgelegt und reinigt täglich rund 130.000 Kubikmeter Abwasser des stadt­bre­mi­schen Gebiets sowie der Nach­bar­ge­mein­den Lilienthal, Ritterhude, Stuhr/Weyhe und zum Teil Oyten und Achim. Das zugeführte Abwasser durchläuft einen mehr­stu­fi­gen und rund 45-stündigen Reini­gungs­pro­zess, bevor es der Weser und damit dem natürlichen Wasser­kreis­lauf wieder zugeführt wird. Die Kläranlage leistet damit einen un­ver­zicht­ba­ren Beitrag zum Umwelt- und Ge­wäs­ser­schutz in Bremen und der Region.

    Das Jubiläum haben wir am 03. Juni mit einer Fach­ver­an­stal­tung für geladene Gäste aus Lo­kal­po­li­tik und Branche gefeiert. Grußworte richteten unter anderem Swen Pfister, Technischer Ge­schäfts­füh­rer hanseWasser, Jan Fries, Staatsrat bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wis­sen­schaft sowie Ralf Hilmer, Ge­schäfts­füh­rer Lan­des­ver­band Nord der Deutschen Vereinigung für Was­ser­wirt­schaft, Abwasser und Abfall (DWA) an die Gäste. Die Kauf­män­ni­sche Ge­schäfts­füh­re­rin der hanseWasser, Sabine Wahler, führte durch den Vormittag. Dabei füllten Re­de­bei­trä­ge zur Geschichte, Zukunft und dem Sicherheits- und Not­fall­ma­nage­ment der Kläranlage sowie eine kleine Foto­aus­stel­lung mit his­to­ri­schen Aufnahmen das Programm. An­schlie­ßend hatten die Gäste die Möglichkeit, an einer Führung über die Kläranlage teil­zu­neh­men.

    GruppenbildIn Lightbox öffnen.
    (v.l.n.r.) Peter Schmel­len­kamp, Swen Pfister, Sabine Wahler und Jan Fries.
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    Sabine Wahler und Swen Pfister begrüßen die Gäste.
    Peter Schmellenkamp bei seinem VortragIn Lightbox öffnen.
    Peter Schmel­len­kamp bei seinem Vortrag.
    Person auf der Bühne und PublikumIn Lightbox öffnen.
    Ralf Hilmer begrüßt im Namen der DWA.
    Zwei Personen auf der BühneIn Lightbox öffnen.
    (vorne) Helma Köster und Nina Radtke referieren zu Zu­kunfts­the­men.
    Blick ins sitzende PublikumIn Lightbox öffnen.
    Geladene Gäste auf der Fach­ver­an­stal­tung.
    Eine Gruppe Personen, die miteinander sprechenIn Lightbox öffnen.
    Netzwerken und Gespräche unter den Teil­neh­men­den.
    Eine Frau auf der BühneIn Lightbox öffnen.
    Sonja Horstmann spricht zum Sicherheits- und Not­fall­ma­nage­ment.
    Gruppe auf der KläranlageIn Lightbox öffnen.
    Führung über die Kläranlage mit Jörg Oppermann.

    Wir freuen uns, dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind und wir einen kleinen Einblick in die Entwicklung der Kläranlage Seehausen geben konnten. Auch in Zukunft werden neue gesetzliche An­for­der­ung­en und Themen wie Ressourcen­schonung, Energie­ge­win­nung und Klima­schutz dafür sorgen, dass In­ves­titi­onen in den Aus- und Umbau der Kläranlage erfolgen.

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