Mit der Erneuerung eines zentralen Schmutzwasserkanals in der Borkumstraße in Bremen-Walle wurde ein aufwendiges Bauprojekt erfolgreich abgeschlossen. Dabei trafen die Kollegen auf einige Herausforderungen.
Die Planung des Projekts begann im November 2024 durch Rainer Dammann und Bastian Habelmann. Mit dem Baustart im Oktober 2025 übernahm Bastian Habelmann die weitere Projektleitung. Unterstützt wurde er dabei von Klaus Budzin, der die örtliche Bauüberwachung verantwortete.

Bei dem Kanal handelte es sich um einen sogenannten Sammler. Dies ist ein Kanalabschnitt, der das Abwasser aus mehreren kleineren Leitungen bündelt und ableitet. Er ist eine wichtige Komponente, der die Nebenkanäle mit dem Hauptkanalsystem verbindet.
Schon beim Ausbau des alten Kanals zeigten sich die besonderen Herausforderungen des Projekts. So traf das Team auf einen Boden, der stellenweise nahezu vollständig aus Bauschutt statt aus natürlichem Erdreich bestand. Solche Bedingungen sind äußerst selten und mit einem höheren Bau- und Entsorgungsaufwand verbunden.
Zusätzlich waren die ersten 40 Meter mit einer massiven Betonkappe mit 35 Zentimetern Wandstärke versehen. Der Rückbau erforderte daher einen deutlich höheren Aufwand.



Darüber hinaus waren auch die Rahmenbedingungen auf der Baustelle nicht einfach. Im ersten Bauabschnitt erschwerten besonders enge Platzverhältnisse die Bauausführung und stellten hohe Anforderungen an die Baustellenlogistik.
Eine lange Frostperiode mit Schnee sorgte zu Jahresbeginn dafür, dass sich der Start des zweiten Bauabschnitts um rund zwei Monate verzögerte. Dieser Abschnitt zeichnet sich insbesondere durch den technisch anspruchsvollen Kreuzungsbereich von Borkumstraße, Juiststraße und Kohlenstraße aus. Hier verläuft der Kanal nicht geradlinig, sondern auf einer Länge von rund 45 Metern in einem S-Bogen. Die dafür benötigten Rohrsegmente mussten individuell vorgefertigt werden.
Gemeinsam mit der ausführenden Baufirma Stehnke haben wir das Projekt im Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen.
Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern lief während der gesamten Bauzeit reibungslos. Besonders gefreut hat uns zudem das positive Feedback der Anwohner*innen, welche die unvermeidbaren Einschränkungen mit viel Verständnis begleitet haben. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist der Kanal für die kommenden Jahrzehnte wieder fit gemacht.
Technische Details im Überblick:
- Ausbau des historischen Kanals von 1893 auf etwa 100 m Länge
- Rückbau eines rund 40 m langen Betonkanals mit 35cm Wandstärke
- Verlegung neuer, langlebiger Kanalrohre aus Kunststoff
- Ausbau des bestehenden Anschlussbauwerks im Bereich Borkumstraße/Juiststraße
- Verlegung eines neuen Kanals im Kreuzungsbereich in einem S-förmigen Bogen
Noch mehr Bilder des Bauprojekts:




