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Zwei Personen in orangenen Warnwesten vor einer Baustelle.

Kanalsanierung in der Borkumstraße

Rückbau und Modernisierung des Schmutzwasserkanals 
13. Oktober 2026 in News

    Mit der Erneuerung eines zentralen Schmutz­was­ser­ka­nals in der Bor­kum­stra­ße in Bremen-Walle wurde ein aufwendiges Bauprojekt erfolgreich ab­ge­schlos­sen. Dabei trafen die Kollegen auf einige Her­aus­for­de­run­gen.

    Die Planung des Projekts begann im November 2024 durch Rainer Dammann und Bastian Habelmann. Mit dem Baustart im Oktober 2025 übernahm Bastian Habelmann die weitere Pro­jekt­lei­tung. Unterstützt wurde er dabei von Klaus Budzin, der die örtliche Bau­über­wa­chung ver­ant­wor­te­te.

    Alter technischer Querschnitt eines Kanals.In Lightbox öffnen.
    Alter technischer Querschnitt des Kanals.

    Bei dem Kanal handelte es sich um einen sogenannten Sammler. Dies ist ein Kanalabschnitt, der das Abwasser aus mehreren kleineren Leitungen bündelt und ableitet. Er ist eine wichtige Komponente, der die Nebenkanäle mit dem Haupt­kanal­system verbindet.

    Schon beim Ausbau des alten Kanals zeigten sich die besonderen Her­aus­for­de­run­gen des Projekts. So traf das Team auf einen Boden, der stel­len­wei­se nahezu vollständig aus Bauschutt statt aus natürlichem Erdreich bestand. Solche Bedingungen sind äußerst selten und mit einem höheren Bau- und Ent­sor­gungs­auf­wand verbunden.

    Zusätzlich waren die ersten 40 Meter mit einer massiven Betonkappe mit 35 Zentimetern Wandstärke versehen. Der Rückbau erforderte daher einen deutlich höheren Aufwand.

    Baustelle eines Kanals mit starker Betondecke.In Lightbox öffnen.
    Die Kanaldecke aus Beton mit einer Wandstärke von 35 cm.
    Anschlussbauwerks eines Kanals.In Lightbox öffnen.
    Lieferung des An­schluss­bau­werks.
    Baustelle eines alten freigelegten Kanals.In Lightbox öffnen.
    Frei­ge­leg­ter Altkanal.

    Darüber hinaus waren auch die Rah­men­be­din­gun­gen auf der Baustelle nicht einfach. Im ersten Bau­ab­schnitt erschwerten besonders enge Platz­ver­hält­nis­se die Bau­aus­füh­rung und stellten hohe An­for­de­run­gen an die Bau­stel­len­lo­gis­tik.

    Eine lange Frost­pe­ri­ode mit Schnee sorgte zu Jah­res­be­ginn dafür, dass sich der Start des zweiten Bau­ab­schnitts um rund zwei Monate verzögerte. Dieser Abschnitt zeichnet sich ins­be­son­de­re durch den technisch an­spruchs­vol­len Kreu­zungs­be­reich von Bor­kum­stra­ße, Juiststraße und Koh­len­stra­ße aus. Hier verläuft der Kanal nicht geradlinig, sondern auf einer Länge von rund 45 Metern in einem S-Bogen. Die dafür benötigten Rohr­seg­men­te mussten individuell vor­ge­fer­tigt werden.

    Gemeinsam mit der aus­füh­ren­den Baufirma Stehnke haben wir das Projekt im Juli 2026 erfolgreich ab­ge­schlos­sen.

    Die Zu­sam­men­ar­beit mit den beteiligten Partnern lief während der gesamten Bauzeit reibungslos. Besonders gefreut hat uns zudem das positive Feedback der Anwohner*innen, welche die un­ver­meid­ba­ren Ein­schrän­kun­gen mit viel Verständnis begleitet haben. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist der Kanal für die kommenden Jahrzehnte wieder fit gemacht.

    Technische Details im Überblick:

    • Ausbau des his­to­ri­schen Kanals von 1893 auf etwa 100 m Länge
    • Rückbau eines rund 40 m langen Betonkanals mit 35cm Wandstärke
    • Verlegung neuer, langlebiger Kanalrohre aus Kunststoff
    • Ausbau des bestehenden An­schluss­bau­werks im Bereich Bor­kum­stra­ße/Juiststraße
    • Verlegung eines neuen Kanals im Kreu­zungs­be­reich in einem S-förmigen Bogen

    Noch mehr Bilder des Bau­pro­jek­ts:

    Luftaufnahme einer Baustelle nach dem Einbau eines Kanals mit Kanalverteiler.
    Einbau eines Kanalschnussverteiler in einer Baustelle.
    Verlegung eines neuen Kanals unter der Straße.
    Einbau eines Anschlussbauwerks zur Anbindung an den Kanal.
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