Referenzen

Energieeffizienz auf kommunalen Kläranlagen

Stadt Rotenburg (Wümme)

„Energieeffizienz und -einsparung ist für die Stadt Rotenburg ein zentrales Thema – ein wichtiger Hebel dabei ist der Betrieb der kommunalen Kläranlage. Wir wollen die Energieeinsparpotenziale genau beziffern können und haben uns dazu mit hanseWasser einen Partner ins Boot geholt, der selbst Kläranlagenbetreiber ist und damit neben den Zahlenwerken auch immer die praktische Umsetzung im Blick behält.“

Dipl.-Ing. Peter Ahrens, Leiter Tiefbauabteilung, Stadt Rotenburg (Wümme)

Die Stadt und ihre Kläranlage

Kläranlagen gehören mit ca. 20 % des Strombedarfs zu den größten Stromverbrauchern einer Kommune. Regelmäßig können Einsparpotenziale von 15 bis 30 % identifiziert werden. Die Energieanalyse von hanseWasser hilft dabei, diese Potenziale auszuschöpfen.

Die Stadt Rotenburg (Wümme) hat sich für die Energieeffizienzanalyse ihrer Kläranlage durch hanseWasser entschieden. Diese dient als wichtige Planungsgrundlage für Investitionen zur mittel- und langfristigen Energie- und Kosteneinsparung.

Die Kreisstadt beherbergt ca. 22.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im nordöstlichen Teil Niedersachsens. Auf der kommunalen Kläranlage wird das anfallende Abwasser der Stadt gereinigt und dem natürlichen Wasserkreislauf durch Einleitung in den Flusslauf der Wümme wieder zugeführt.

Technische Daten und Fakten

Die Rotenburger Kläranlage ist für 48.000 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt, angeschlossen sind derzeit 40.000 Einwohnerwerte. Über biologische Verfahren werden auf der Anlage jährlich rund 1,5 Mio. Kubikmeter Abwasser gereinigt. Die anfallenden Klärschlämme werden anaerob in Faultürmen behandelt.

Für die Reinigungsleistung und den Betrieb aller dazu erforderlichen Anlagenmodule verbraucht die Kläranlage derzeit rund 1 Mio. Kilowattstunden Strom jährlich. Gleichzeitig produziert sie über die Klarschlammfaulung Gas, das über ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Damit wird auf der Anlage Prozessenergie in den Energiekreislauf rückgeführt und ein erster wichtiger Baustein für einen energieeffizienten Betrieb bereits umgesetzt.

  • Ausbaugröße: 48.000 Einwohnerwerte (EW)
  • Abwassermenge: 1,5 Mio. m³/a
  • Jahresstromverbrauch: 1 Mio. kWh
  • Belebtschlammverfahren mit anaerober Schlammstabilisierung
  • Jährliche Produktion von
    – Faulgas: 215.000 Nm³
    – Strom: 280.000 kWh
    – Wärme: 450.000 kWh


Leistung von hanseWasser

In vier Schritten zur sicheren Planungsgrundlage. Die Energieeffizienzanalyse von hanseWasser beinhaltet

  • Bestandsaufnahme und Beschreibung des Ist-Zustands,
  • Erstellung der Energie- und CO₂-Bilanz,
  • Potenzialanalyse und
  • Maßnahmenkatalog für Betriebsoptimierung.


Im ersten Schritt wurden das Reinigungsverfahren, die Mess- und Regelungstechnik, der Anlagenzustand und alle für die Analyse relevanten Randbedingungen aufgenommen und gespiegelt. Darauf aufbauend erstellte hanseWasser die Energie- und CO₂-Bilanz mit Feststellung der Energieverbräuche und Ermittlung von Bewertungskennzahlen sowie der Gegenüberstellung von verbrauchter und erzeugter Energie.

Anhand eines dynamischen Simulationsprogramms erfolgte eine Potenzialermittlung mit direkter Überprüfung. Die mittel- und langfristigen Einsparpotenziale wurden definiert, ein Maßnahmenkatalog für die Bereiche Technik, Betrieb und Überwachung erstellt – eine für die Stadt wichtige Kalkulations- und Investitionsgrundlage.

  • Bestandsaufnahme
  • Erfassung aller für die Energieeffizienzanalyse wichtigen Anlagenkomponenten und Prozesse
  • Energie- und CO₂-Bilanz
  • Potenzialanalyse
  • Ermittlung und Bewertung alternativer Maßnahmen über Simulation
  • Maßnahmenkatalog und Empfehlung
  • Begleitung bei der Umsetzung von Maßnahmen

 

Vorteile der Zusammenarbeit

Die Stadt Rotenburg (Wümme) kann auf langjährige Erfahrungen von hanseWasser im Bereich „energieeffizienter Kläranlagenbetrieb“ zugreifen. Seit vielen Jahren reduziert hanseWasser bereits den Energieverbrauch auf den eigenen Anlagen; eine der zwei Kläranlagen des Unternehmens wird in naher Zukunft energieautark betrieben. Viele Maßnahmen sind also bekannt und auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Durch die Mitarbeit an Arbeitsblättern zur Energieeffizienz auf Kläranlagen im Rahmen der DWA steht hanseWasser zudem in der ersten Reihe, wenn es um neue Entwicklungen und Innovationen in dem Bereich geht.

Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der von hanseWasser mitentwickelten Simulationssoftware. Mit ihr ist die Bewertung von Maßnahmen hinsichtlich Auswirkungen auf die Ablaufwerte und Energieverbräuche vor der Umsetzung möglich. Verschiedene Szenarien können somit schnell, kostengünstig und risikofrei durchgespielt werden.

Als Kläranlagenbetreiber hat der Kunde die Gewähr, dass die Beratung und Begleitung von Maßnahmen immer mit dem nötigen Praxishintergrund erfolgt.

  • Nutzung fundierter Erfahrung als Kläranlagenbetreiber: aus der Praxis für die Praxis
  • Profitieren vom Know-how-Vorsprung
  • Ganzheitlicher Ansatz mit Berücksichtigung von Auswirkungen auf alle Anlagenteile
  • Überprüfung alternativer Maßnahmen durch verfahrenstechnische und energetische Simulation
  • Hohe Planungssicherheit
  • Aussagen zu Investition und Amortisation
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Ansprechpartner

Moritz Roer
Vertrieb und Kommunikation

Telefon (0421) 988-1219

roer@hanseWasser.de

Referenzunternehmen

Stadt Rotenburg (Wümme)

  • Kundensegment: Kommune
  • Anforderung: energieeffizienter Kläranlagenbetrieb
  • Standort: Kläranlage der Stadt Rotenburg (Wümme)
  • Projektstart: 2012

Referenzblatt

Stadt Rotenburg (Wümme)

Broschüre