23. August 2019

Gemeinsam für mehr Artenvielfalt!

hanseWasser und die Universität Bremen starten Forschungsprojekt

Aktuell herrscht ein dramatisch voranschreitender Insektenverlust. Das führt ganz konkret zur Destabilisierung ökologischer Systeme, von denen unser ökonomisches und soziales Wohlergehen unmittelbar abhängen. Mit der Universität Bremen (Institut für Ökologie) haben wir aktuell ein gemeinsames Forschungsprojekt „Biodiversität an künstlichen Kleingewässern“ aufgelegt. Klares Ziel: die Steigerung der lokalen Insektenvielfalt und damit der Biodiversität an den Bremer Niederschlagsklärbecken.

Projekt Artenvielfalt

Bereits seit mehreren Jahren haben wir das Thema biologische Vielfalt fest im Unternehmen verankert und weiten dieses auch auf unsere Betriebsstandorte mit Niederschlagsklärbecken aus - davon allein gibt es 60 in Bremen. Sie erfüllen nicht nur eine wichtige technische Funktion für die Stadtentwässerung, sondern sind auch Lebensraum für Insekten, die als Bestäuber und Nahrungsressourcen für Amphibien, Reptilien, Vögel, Fledermäuse und anderer Säugetiere unverzichtbar sind.


„Der massive Rückgang von Kleingewässern führt dazu, dass eine Vielzahl von speziell an diese Gewässer angepassten Organismen die Roten Listen der bedrohten Arten füllen“, erklärt Professor Dr. Marko Rohlfs, Institut für Ökologie der Universität Bremen. Das von der Kellner & Stoll Stiftung geförderte Forschungsvorhaben hat zum Ziel, Faktoren zu identifizieren, die mit der Vielfalt wasserlebender Insekten in solchen Kleingewässern im Zusammenhang stehen und wird von vier Studentinnen im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten begleitet.

Für mehr Insektenvielfalt und Biodiversität

 

Mit diesem Wissen um die Einflussfaktoren wird gemeinsam ein Maßnahmenkatalog zur Steigerung der lokalen Insektenvielfalt und Biodiversität erarbeitet, die natürlich im Einklang mit den technischen Vorgaben für den Betrieb eines Niederschlagsklärbeckens stehen werden. „Der Erhalt der Artenvielfalt ist eine aktuelle Herausforderung, für die wir in Zukunft noch mehr Verantwortung übernehmen wollen", so Jörg Broll-Bickhardt, technischer Geschäftsführer von hanseWasser.

 

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