22. Februar 2022

Bei Wind und Wetter!

hanseWasser Rufbereitschaft im Einsatz für den Hochwasserschutz

Das Orkantief Zeynep hat am vergangenen Wochenende vielerorts die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Auch unsere Hochwasserrufbereitschaft war mit vier Kolleg*innen die ganze Nacht im Einsatz – und trotzte den schwierigen und teilweise gefährlichen Wetterbedingungen.

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„Das war schon ein besonders spannender Einsatz“, so lautet das Fazit der Kolleg*innen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag in Sachen Hochwasserschutz in Bremen unterwegs waren. Erst um neun Uhr morgens konnte der Einsatz mit einem positiven Ergebnis beendet werden: Auch in dieser außergewöhnlichen Sturmnacht ist alles gutgegangen und das Bremer Kanalnetz wurde vor eindringendem Hochwasser geschützt.
 

Denn das ist die Hauptaufgabe unserer Hochwasserrufbereitschaft, die aus insgesamt zwölf Kolleg*innen besteht und die in der Hochwasserzeit zwischen September und April immer auf Abruf ist. Denn bei Hochwasser besteht die Gefahr, dass Wasser aus der Weser über Misch- und Regenwasserauslässe in das Bremer Kanalnetz eindringt. Das kann zu Betriebsstörungen bei der Abwasserableitung und –reinigung sowie zu Schäden, Überflutungen und Umwelt-beeinträchtigungen im Kanalnetz führen.

Kein alltäglicher Einsatz

 

Aber auch für die erfahrenen Kolleg*innen war dieser Einsatz alles andere als alltäglich! Bei einem zu erwartenden Weserwasserstand von 4,00 m über NN oder höher erfolgte durch den Deichverband bereits im Vorfeld eine Hochwasserwarnung an unser Prozessleitcenter auf der Kläranlage in Seehausen und die Kolleg*innen bereiteten sich auf ihren Einsatz vor. Aufgrund des Sturms waren sie bereits 2,5 Stunden vor dem erwarteten Höchststand des Hochwassers unterwegs.

 

Eine gute Entscheidung wie sich herausstellen sollte. Normalerweise fahren die Teams, die immer in zwei Touren zu zweit unterwegs sind, festgelegte Routen. Doch dieses Mal wurde davon abgewichen: Zu gefährlich waren die eigentlichen Strecken aufgrund von Großbaustellen mit Gerüsten und Kränen, die bei einem solchen Sturm zur Gefahr werden. In der Überseestadt war zu diesem Zeitpunkt bereits ein großer Kran umgeweht worden und auch der Einsatz im Hafengebiet war aufgrund herumfliegender Teile nicht ungefährlich.

 

Generell sind die Mischwasserentlastungskanäle und die Regenwasserauslässe in die Weser alle doppelt gesichert: durch eine automatische Rückstauklappe und einen Hochwasserschieber. Bei den großen Entlastungskanälen werden die Hochwasserschieber automatisch und zentral aus dem Prozessleitcenter überwacht und gesteuert. Für die kleineren Auslässe mussten jeweils ca. 8-10 Schieber manuell durch die beiden Teams im Stadtgebiet an der Weser geschlossen werden. So wurde auch dieses Mal das Eindringen von Hochwasser in das Kanalnetz verhindert. Ein erfolgreicher Einsatz, den die Kolleg*innen sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.

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