24. August 2021

Fit für die Zukunft!

Großes Sanierungsprogramm für das Pumpwerk Blumenthal

Das Pumpwerk Blumenthal stammt aus dem Jahre 1956 und ist das größte Pumpwerk in Bremen-Nord. Das Mischwasser aus den Stadtteilen Vegesack und Blumenthal läuft hier zusammen, wird dann direkt in Richtung Kläranlage Farge gepumpt und klimaneutral gereinigt. Seit 2014 wurde die Generalsanierung des Pumpwerkes geplant und in einer Bauzeit von rund 1,5 Jahren wurde das Pumpwerk mit der Bau-, Maschinen-, Elektro-Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für die nächsten 20 Jahre fit gemacht. Letzten Freitag wurde im Beisein von Umweltsenatorin Maike Schaefer, Beiratssprecher Hans-Gerd Thormeier und Stellvertreterin Bianca Frömming eingeweiht.

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Fit für die Zukunft – das bedeutet, die Anlage wurde generalsaniert und mit neuer Technik ausgestattet. Das Pumpwerk hat jetzt eine maximale Förderleistung von 1.100 Litern pro Sekunde.

 

Fit für die Zukunft heißt aber auch, fit gemacht mit Blick auf den Klimawandel. Hitzesommer und immer wieder Wolkenbrüche, die ganze Straßenzüge mitsamt Hauseingängen, Kellern und Gärten in kürzester Zeit überfluten: “Durch die Ereignisse der letzten Jahre – und ganz aktuell in NRW und Rheinland-Pfalz – ist das Phänomen Stark- und Extremregenregen im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass deutschlandweit diese Klimawirkungen deutlich mehr werden: Ein leistungsfähiges Kanalnetz ist die Grundlage für eine wassersensible Stadtentwicklung und hierzu gehören auch leistungsfähige und auf Starkregen ausgelegte Pumpwerke”, erklärt Umweltsenatorin Maike Schaefer.

Immer einen Schritt weiter denken – wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt.

Aber nicht nur die technischen Anlagen haben eine Generalüberholung erhalten. Zu jeder technischen Sanierung unserer Pumpwerksstandorte gehört auch immer die Prüfung einer Eignung zum “Ort der biologischen Vielfalt”, um die Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Stadt zu fördern. In den letzten drei Jahren wurden so auf den den Bremer Pumpwerksstandorten 780 m² in naturnahe Flächen umgewandelt. Auch hier vor Ort wurde geprüft, was ökologisch möglich ist. Ergebnis: eine Mischung aus neu gepflanzten heimischen Sträuchern und Rankpflanzen und ganz wichtig: der Erhalt des alten Baumbestands! Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde immer streng darauf geachtet, dass dieser erhalten bleibt.

 

 

 

 

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